02/17 Solidarität im Schornsteinfegerhandwerk

Daniel Blaser

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte in diesem Artikel auf die solidarische Gemeinschaft im Schornsteinfegerhandwerk eingehen. Seit 1907 gibt es den Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. -gewerkschaftlicher Fachverband.-Wir sind somit seit über 100 Jahren eine sehr starke Interessenvertretung im Handwerk.  Die entscheidende Frage ist, was steckt hinter einer Gewerkschaft und was für Ziele können durch eine starke Gemeinschaft umgesetzt werden?

Der Begriff Solidarität wird vielfältig verwendet. Er bezeichnet vor allem als Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens ein Gefühl von Individuen in Gruppen, das Gefühl zusammen zu gehören. Man hilft einander und steht zusammen für gemeinsame Interessen ein.

Was bedeutet Solidarität in einer Gewerkschaft?

Seit dem 19. Jahrhunderts hat sich im Zusammenhang mit der Industrialisierung eine Institution des Solidaritätsprinzips entwickelt. Die gegenseitige Absicherung innerhalb der Arbeiterschaft, gegen für sie als existentiell bedrohlich wahrgenommene Entwicklungen der  Industrialisierung, wurde zur Grundlage und zum Kampfbegriff der Arbeiterbewegung. Arbeiter schlossen sich in solidarischen Vereinigungen, also Gewerkschaften, zusammen und kämpften gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen, , Verkürzung der Arbeitszeit, Urlaubsauspruch, Jahressonderzahlung, Absicherung der Altersvorsorge und höhere Löhne. Zusammengefasst setze man Tarifverträge durch.

Eine starke Solidarität ist die schärfste Waffe im Kampf für sicher Tarifabschlüsse und dient somit der Absicherung von jedem Mitglied.

Durch unserem Bundestarifvertrag gab es in diesem Jahr eine weitere Lohnerhöhung. Sollte jemand von euch Probleme haben oder Unklarheiten bei den Lohnabrechnungen auftauchen, kann er sich gern an den jeweiligen Vorstand wenden um, die Abrechnung zu Prüfen. 

Wenn man den Zusammenhalt bei uns im Handwerk mit anderen Handwerksbereichen vergleicht, stellt man sehr schnell fest, dass die Gemeinschaft in unserem Handwerk nahezu einmalig ist. Hauptgrund dafür sind die regelmäßigen Veranstaltungen und Termine welche, in den verschiedenen Kreisen stattfinden, wie

Stammtische, Mitgliederversammlungen und Weiterbildungen. Dadurch hat man regelmäßig Kontakt mit andern Kolleginnen und Kollegen, kann sich austauschen, über Neuigkeiten im Handwerk sprechen und diskutieren. Zusätzlich haben wir uns in Württemberg auch in diesem Jahr wieder vorgenommen ein Grillfest zu veranstalten, sowie auch ein Fußballtunier, bei dem es einen Wanderpokal zu gewinnen gibt.

Daher möchte ich euch bitten, dass ihr wie in der Vergangenheit auch in Zukunft wieder regelmäßig an den Veranstaltungen teilnimmt und somit einen wesentlichen Beitrag leistet, dass unser Handwerk auch in Zukunft goldenen Boden hat und die finanzielle Absicherung für jeden Arbeitnehmer und seine Familie besteht.  

2017 ist wieder ein Tarifjahr. Das bedeutet, dass unser aktuell gültiger Tarifvertag zum 31.12. 2017 ausläuft, sofern er nicht verlängert wird.

Wenn man unser Einkommen über die letzten Jahre betrachtet kommt eine Verlängerung nicht in Frage, wir werden für eine faire Lohnerhöhung kämpfen und den BTV fristgerecht kündigen. Daher möchte ich euch bitten, dass ihr die Informationen welche ihr in nächster Zeit vermehrt erhaltet auch Aufmerksam beachtet und an den Veranstaltungen und Abstimmungen teilnehmt.

Es geht um euren Lohn, gemeinsam können wir mehr erreichen!

Euer

Daniel Blaser 

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